Leipzig - NGT8

  NGT8
Hersteller DUEWAG / Siemens
Spurweite 1458 mm
Lieferzeitraum 1994 - 1998
Anzahl gelieferter Wagen 56
Betriebsnummern 1101-1156
Traktionen NGT8, NGT8+NB4 (ab 01.08.2011)
Bestand
  1995 2000 2005 2010 2015
NGT8 25 56 56 56 56

1994 soll die Beschaffung von 25 NGT8 beginnen.
Am 24.11.1994 erreichte der erste NGT8 mit dem Namen "Johann Sebastian Bach" die Hauptwerkstatt Heiterblick. Seinen ersten Auftritt hatte der neue Wagen am 03.12. in der Fernsehsendung "Außenseiter - Spitzenreiter" zur Ermittlung der Plätze in öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Nacht 11./12.12. fand die erste größere Probefahrt statt, bevor der Wagen 13.12. mit einem Festakt den Leipzigern präsentiert wurde.
Am 21.12.1994 erhielt Leipzig den 2. Niederflur-Tw. Er träge den Namen "Leipzig kommt" und erhielt die Wagennummer 1102. Am 11.01.1995 entgleiste er auf der Teststrecke in der Hwst. mit allen 8 Achsen so schwer, dass er profilfrei neben dem Gleis zum Stehen kam. Am 19.01. wurde der Wagen zurück zum Hersteller überführt. Am selben Tag traf der 3. NGT8 - Felix Mendelsohn Bartholdy - ein.
Im Sommer 1995 wurde die Beschaffung von NGT8 Neufahrzeugen für 1997 von 15 auf 10 Fahrzeuge reduziert.
Ende Februar 1997 begann die Auslieferung des 3. Bauloses Niederflurwagen NGT8 mit dem Tw 1135. Im Juli 1998 wurde mit der Inbetriebnahme des letzten Wagens (1155) die Beschaffung von NGT8 abgeschlossen. Insgesamt wurden 56 Fahrzeuge dieses Typs an die LVB geliefert.

In der Nacht vom 21.01. auf den 22.01.2010 wurde mit einem Gespann aus NGT8 1125 und NB4 933 der Einsatz der Niederflurbeiwagen hinter den Niederflurgelenktriebwagen erprobt. Dabei war der Beiwagen nur mechanisch gekuppelt. Am 15. März 2011 wurde mit einem Gespann aus NGT8 1101 und NB4 904 weitere Probefahrten unternommen.
Am 1. August 2011 begann in Leipzig mit dem Gespann aus NGT8 1101 und dem bei der IFTEC GmbH angepassten NB4 906 eine halbjährige Testphase. Eine erfolgreiche Testphase vorausgesetzt, könnte diese Zugkombination danach in Serie gehen - mit geschätzen 70.000 bis 80.000 EUR pro Umbau.

Im Rahmen der Ertüchtigung für den Beiwagenbetrieb erhielt Wagen 1148 im Frühjahr 2016 als zweites Fahrzeug eine Heckkupplung einschließlich der dafür notwendigen elektrischen Einrichtungen.

Text-Quellen:
Blickpunkt Straßenbahn: 1/1990 - 3/2016

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